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Die Atherosklerose ist eine Erkrankung der Arterien, bei der es zu Ablagerung von Lipiden, Blutzellen, Proteinen und Kalk an den Innenwänden von Blutgefäßen kommt. Dies führt zur pathologischen Wucherung von Bindegewebe und einer Verhärtung und Verdickung der Gefäßwände und letztendlich zu einer Einengung des Gefäßlumens. Aus der so entstehenden Durchblutungsstörung resultiert eine Unterversorgung des umliegenden Gewebes speziell mit Sauerstoff. Eine Atherosklerose kann sich in jedem Gefäß des Körpers entwickeln und führt, abhängig von der Lokalisation, zu unterschiedlichen Symptomen. Tritt eine Atherosklerose im Bereich der Herzkranzgefäße auf, bezeichnet man die Erkrankung als Koronare Herzkrankheit (KHK). Der Myokardinfarkt (MI) ist oft die erste, dabei aber auch die dramatischste Manifestation der KHK. Hierbei führt die atherosklerotisch bedingte Minderperfusion des Herzens zu einem Untergang von Herzmuskelgewebe. Weltweit sterben pro Jahr 17 Millionen Menschen an den Folgen einer KHK. Laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starben in Deutschland im Jahr 2007 über 61.000 Menschen an einem akuten Herzinfarkt und fast 360.000 Menschen an Erkrankungen des Kreislaufsystems. Zusammengefasst waren Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems mit 50,8% (43,4% Krankheiten des Kreislaufsystems, 7,4% Myokardinfarkt) an erster Stelle der Todesursachen in Deutschland in 2007.

Im Falle des MI ist anzunehmen, dass wahrscheinlich verschiedene genetische Faktoren in einem oder mehreren Genen interagieren und im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren in einem schleichenden Prozess zur Manifestation der Erkrankung führen. Gleichermaßen ist eine multifaktorielle Ätiologie für viele der KHK zugrundeliegenden „klassischen“ Risikofaktoren wie Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus und Nikotin-Abusus anzunehmen. Damit handelt es sich beim Herzinfarkt um eine komplexe Erkrankung, wie z.B. auch dem Schlaganfall, Asthma bronchiale, dem Restless-Leg-Syndrom oder der Schizophrenie. Für die Genetik stellten komplexe Krankheiten in den vergangenen Jahren eine besondere Herausforderung dar, da das Vererbungsmuster meist nicht in ein monogenes Schema passt und deshalb klassische Methoden der Aufklärung genetischer Erkrankungen nicht anwendbar sind. Zudem liefert eine bestimmte genetische Variante bei komplexen Erkrankungen nur einen sehr kleinen pathogenetischen Beitrag, da der Einfluss der Umwelt und des gesamten genetischen Hintergrundes eine wesentlich größere Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen. Nicht von der Hand zu weisen ist aber auch, dass die Identifizierung der genetischen Faktoren an der Pathogenese komplexer Erkrankungen einen kaum abzuschätzenden Nutzen mit sich bringt. So könnten beispielsweise neue diagnostische Verfahren zur Früherkennung eines individuellen Risikos entwickelt werden. Zudem lassen sich aus der physiologischen Funktion der betroffenen Gene auch neue Prinzipien in der Krankheitsentstehung und idealerweise auch neue therapeutische Ansätze formulieren. Aus diesen Gründen wurden in den vergangenen Jahren, trotz der bekannten Schwierigkeiten, verstärkt Anstrengungen unternommen, die genetischen Ursachen komplexer Erkrankungen aufzuklären.

Es wird angenommen, dass über das bloße Erfassen einer positiven Familienanamnese hinaus, die Identifizierung der zugrunde liegenden Gendefekte und die Kenntnis der pathogenen Mechanismen die Risikovorhersage entscheidend verbessert. Aus diesem Anreiz heraus hat sich die Forschung in den letzten drei Jahrzehnten darauf konzentriert, die genetische Komponente von Herzinfarkt und Atherosklerose und deren Risikofaktoren zu definieren. Die Hoffnung der Zukunft ist es, dass die erweiterte Kenntnis von den Genen und Genvarianten zu Verbesserungen bezüglich der Diagnose und Behandlung der Koronarkrankheit führt.
Atherosklerose / Myokardinfarkt
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